Ich hab schon viel geschrieben: Briefe, Tagebücher, Kochrezepte, Glückwunschkarten, Leserbriefe, Ansprachen und Grußworte, Artikel für einen Weinjournalisten … und natürlich Bücher. Jetzt versuche ich so eine Art Blog zu erstellen, also etwas, wo ich nach Bedarf Texte einstelle. Nicht, weil ich scharf auf Likes bin, auch nicht, weil ich mich besonders wichtig nehme – sondern einfach, weil mich Dinge umtreiben. Und weil das „Reden“ im Netz mir zu anstrengend ist. Ich mag Insta und Co. nicht, ich mag META nicht und ich mag auch nicht mehr posten, schon gar nicht performen, was schon hundert mal gepostet oder performed wurde.
Ich hab schlicht keine Lust auf diese ganzen Filter, Reels oder die siebte Version eines „so sieht mein Frühstück aus“-Fotos. Ich hab Lust auf Gedanken. Auf Sprache. Auf Zweifel. Auf die Grauzonen zwischen Meinung und Erkenntnis. Vielleicht, weil ich glaube, dass da noch was ist, jenseits von Schwarz-Weiß.
Was mich bewegt? Das, was uns alle betrifft, aber nicht alle gleich: Alltag, Politik, Sorgen um Kinder und Enkel, Inflation, Absurditäten, das Älterwerden, das Nicht-mehr-alles-mitmachen-wollen. Auch das Scheitern.
Ich will hier keine fertigen Wahrheiten anbieten. Kein Coaching, keine schnellen Lösungen. Ich will nur Fragen stellen. Und die Hoffnung nicht aufgeben, dass Dinge, die mir Angst machen, sich auch wieder zum Guten wenden können.
Der Rest ergibt sich.