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Mein Leben

Geboren 1960 in Darmstadt, aufgewachsen am Rand des Odenwaldes, 1980 Umzug nach Limburg. 1981 Heirat und Geburt des ersten Kindes (beides innerhalb einer Woche), 1984 dann die zweite Tochter.

Wie viele andere meiner Generation war ich lange Zeit als Multitasking-Maschine im Einsatz: Kinder großziehen, Garten umgraben, kochen, Wäsche falten, in einem Architekturbüro für Ordnung sorgen, für einen Bürgermeister Grußworte und Ansprachen schreiben, für einen Weinjournalisten diverse Texte. Heute hat sich einiges geändert: die beiden fantastischen Töchter sind erwachsen (vier ebenso fantastische Enkelkinder sind dazugekommen), und statt blumiger Texte und respektvoller Ansprachen schreibe ich nun Bücher.

Die Sache mit den Büchern

Es begann 2012 durch einen Zufall. Ich schrieb ein Buch, das niemand lesen wollte. Das mag daran gelegen haben, dass ich vom Bücher-Schreiben keine Ahnung hatte und mich als Self-Publisher versuchte (ich war in beidem schlecht.)
Ich meldete mich bei der Schule des Schreibens an, holte mir ein bisschen Handwerkszeug, schrieb ein neues Buch und Überraschung: Eine Agentur mochte es. Ein Verlag auch. Und schon war ich, wenn auch nur kurz, auf der Bestsellerliste.

Nach meinem ersten Buch folgten weitere, immer rund um das zentrale Thema Familie.
Liebe, Lügen, Lebenslügen, Eltern, Kinder, Geschwister, Verletzungen, Versöhnung, Schweigen, Schreien – das volle Programm. (Ich glaube ja fest daran, dass in jeder Familie mindestens ein Roman steckt. Man muss nur genau hinschauen.)

Die letzte Veröffentlichung liegt nun einige Zeit zurück, aber ja, ich schreibe immer noch (oder wieder). Nur ist das Verlagsbusiness inzwischen viel härter geworden. Heute haben Manuskripte nur noch eine Chance, wenn sie gleichzeitig originell, massenkompatibel, gendergerecht, trendig und wenn möglich auch noch leicht verfilmbar sind. Am besten schreibt man anspruchsvolle Litaratur für die Intellektuellen (aber so, dass jeder sie versteht) oder Young-Adult für die Jungen (das versteht sowieso jeder).

Ich bleibe hartnäckig bei meinem Lieblings-Thema Familie und tippe mich durch immer neue Kompromisse, während die Bezahlung (wenn überhaupt) langsam aber sicher in Richtung Taschengeld rutscht (es sei denn, man heißt zufällig Sebastian Fitzek oder Nele Neuhaus).
Wenn ihr andere Erfahrungen macht, eine andere Sicht habt, oder immer noch auf Familienromane steht, die weder hochliterarisch, noch plump und platt sind: Sagt Bescheid!