Skip to main contentSkip to footer

Aussteigen für Fortgeschrittene

Keine Kommentare

Schon mal was vom Digital Independence Day  gehört?

Seit Januar 2026 gibt es ihn und auch wenn der Name ein bisschen sperrig klingt, ist die Idee dahinter eigentlich ganz einfach.

Nämlich statt aus lauter Gewohnheit und Bequemlichkeit immer wieder bei den üblichen Verdächtigen einzukaufen, zu liken, zu suchen oder zu überweisen, einfach mal europäische oder vielleicht sogar  deutsche Alternativen auszuprobieren. Es gibt sie nämlich.

Und jede Entscheidung gegen Google und Co. schwächt am Ende die Macht der Superreichen und Lobbyisten.

Denn seien wir mal ehrlich: Die großen Plattformen sind zwar praktisch, aber sie sind auch Machtzentren. Wer sie füttert, füttert immer auch ein System mit – inklusive all seiner politischen und wirtschaftlichen Nebenwirkungen. Man muss kein Aktivist sein, um zu verstehen, dass digitale Gewohnheiten längst geopolitische Bedeutung haben.

Ich habe schon vor längerer Zeit angefangen, mich selbst umzuerziehen. Zum Beispiel habe ich (dort wo es geht) PayPal durch WERO ersetzt. Und ich schicke seit Jahren meine Suchanfragen nicht mehr an Google, sondern an Escosia. Klar ist Ecosia kein radikaler Ausstieg, aber ich finde Bäume zu pflanzen, statt Daten abzugrasen, ist immer noch ein guter Tausch. Wer es konsequenter möchte, kommt auch mit Quant gut hin, das ist eine rein europäische Version.
Beim Messaging taste ich mich jetzt langsam von WhatsApp zu Signal vor. Die Schlagzahl erhöht sich allerdings nur langsam.

Und heute Morgen dann noch ein kleiner Schnitt: Ich habe Threads gelöscht. Hat noch nicht mal wehgetan.
Facebook steht dann als Nächstes auf der Liste, das war ohnehin nur ein kurzer und wenig spaßbringender Versuch. Nur bei Instagram zögere ich noch. Man hängt ja doch an Dingen, die einen schon so lange begleiten.

Parallel dazu will ich mich vorsichtig in neue Gefilde vortasten. Zum Beispiel mit Bluesky. Die Plattform wirkt noch ein bisschen ungewohnt, aber auch an Ungewohntes kann man sich wohl mit der Zeit gewöhnen.

Ihr seht: Der Digital Independence Day verlangt keine Heldentaten. Keine Komplettverweigerung. Kein Leben ohne Internet in einer Waldhütte. Er verlangt nur ein bisschen Aufmerksamkeit.

Wer wissen will, wie das konkret geht, also welche Alternativen es wofür gibt und welche Hürden man beachten soll, der findet erstaunlich klare Anleitungen bei di.day. Einfach mal bei Escosia googeln 😉

Es würde mich wirklich natürlich noch brennend interessieren, wie ihr zu dem Thema steht.

Wie ist deine Meinung dazu?

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Kommentare
Älteste
Neueste Meistbewertet
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen