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Wer schreibt da eigentlich?

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Für Autor*innen, aber noch mehr für alle, die gerne lesen, stellt sich immer öfter die Frage: von wem ist der Text eigentlich? Vom Autor/der Autorin selbst oder hat die KI nachgeholfen?

Es stimmt: KI kann heute tatsächlich erstaunlich gute Texte schreiben. Das gilt vor allem wenn es um technische Beiträge und/oder sachliche Formulierungen geht. Für mein Empfinden hat sie aber im Bereich der Geschichtenerzählung ihre Grenzen. Denn sie hat kein eigenes Leben, keine selbst gefühlte Wut, keine echte Sehnsucht. Ich glaube, dass man spürt, ob jemand sich traut, etwas wirklich Schwieriges auszudrücken oder einen Schmerz zu zeigen, für den es (noch) keine Schablone gibUnd ich glaube außerdem, dass das Bedürfnis nach Resonanz bleiben wird. Leser*innen wollen berührt werden. Sie suchen das echte Nachdenken, das Mitfühlen, das Verstummen nach einem guten Satz. Und sie suchen Autor*innen, mit denen sie sich identifizieren oder reiben können – keine Massenware

Fazit: Ein gutes Buch ist mehr als die Summe ausformulierter Sätze. Es ist ein Blick auf die Welt, so wie der Autor oder die Autorin sie sieht. Und dieser Blick ist einzigartig.

Literatur ist immer da am stärksten, wo sie weh tut oder etwas zu Leuchten bringt. Nicht dort, wo sie perfekt klingt.

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